Atmung - Fragen an Dr. Dorian Bevec

Wie wird unsere Atmung bei Wärme im Sommer beeinflusst?

Hitzewellen stellen für die Atmung eine zusätzliche körperliche Belastung dar. Temperaturen ab 25°C erschweren das Atmen und erhöhen das Risiko für Atemnot und Krankheitsschübe.

Menschen mit Atembeschwerden leiden unter der Kreislaufbelastung, welche durch Wärme ausgelöst wird und die Atemtätigkeit einschränkt. Zudem bekommt die Lunge mit jedem Atemzug weniger Sauerstoff als in Jahreszeiten deutlich kühlerem Wetter. Bei warmer Luft enthält ein Liter Atemluft weniger Sauerstoff. Schwülwarme Atemluft enthält vergleichsweise wenig Sauerstoff je Liter. Das Atmen fällt den Menschenschwerer und ist zudem weniger effizient. Ganz besonders leiden unter Wärme Menschen mit bestehenden Atemstörungen.

Warum ist Bauchatmung besser als eine flache Atmung?

Babys atmen automatisch in den Bauch. Mit zunehmendem Alter verändert sich bei vielen Menschen die Atmung. So atmen wir vermehrt im Brustbereich anstelle im Bauchbereich.

Bauchatmung ist die gesündeste Art der Atmung, da wir beim Atmen weniger Energie verbrauchen im Vergleich zur Brustatmung. Gleichzeitig sinkt bei der Bauchatmung der Blutdruck und die Verdauung wird gefördert. Da wir uns mit dem Älterwerden immer mehr zu Brusatmern entwickeln, verlernen wir die Bauchatmung und damit die Möglichkeit uns mit einer tiefen Bauchatmung automatisch zu entspannen.

Können sich Medizinprodukte / Arzneimittel negativ auf unsere Atmung auswirken?

Die Einnahme von Medikamente können für Probleme mit der Atmung verantwortlich sein. Diese können Atemnot und Husten auslösen.

Lungenstörungen oder Atemwegserkrankungen treten häufig gemeinsam mit Störungen des Herz-Kreislaufsystems auf. Deshalb ist es unbedingt wichtig, dass bei der Einnahme von Medikamenten gegen diese Störungen mögliche wechselseitige Nebenwirkungen auf Atemwege, Lunge, Herz und Blutgefäße zu beachten.

Warum atmen wir im Alter schwerer als in jungen Jahren?

Lungen- und Atemstörungen im Alter sind weltweit für zahlreiche Lebenseinschränkungen verantwortlich. Daher versuchen Wissenschaftler aller Länder zu verstehen, wie sich die alternde Lunge im Detail verändert.

Der Atemapparat ist ein hochkomplexes System, in dem etwa 40 verschiedene hochspezialisierte Zelltypen zusammenarbeiten, um das korrekte Atmen und gleichzeitig auch den Schutz vor Infektionen zu ermöglichen.

Die Gene in den Zellen verhalten sich mit zunehmendem Alter nicht mehr synchron. Die Aktivität der Gene wird in den einzelnen Zellen der Lunge eines jeden Zelltyps bei jüngeren Menschen noch sehr genau kontrolliert. In älteren Lungenzellen ist sie hingegen weniger konstant, sodass es in Zellen des gleichen Zelltyps zu unterschiedlichen Genaktivitäten kommen kann.

Zudem sind in älteren Lungenzellen Stoffwechselwege stärker oder schwächer aktiv, als in jungen Lungenzellen.

Können überlieferte Natursubstanzen alter Naturheiler aus der Phytotherapie unsere Atmung positiv unterstützen?

In unserer Lunge gibt es Geschmackszellen für bittere Stoffe aus Pflanzen. Die Geschmacksrezeptoren sitzen auf der glatten Muskulatur der Bronchien. Diese Muskulatur steuert die Atmung durch die Kontraktion und Entspannung der Atemwege. Behindern Atemstörungen den Luftstrom in dem sie die Atemmuskulatur zusammenziehen, keuchen die Betroffenen und werden kurzatmig. Die Aufnahme von Bitterstoffen aus Pflanzen oder überlieferten Pflanzenrezepturen kann Abhilfe schaffen. Die eingenommen Pflanzen mit ihren Bitterstoffen geben den Geschmacksrezeptoren der Lungen ein Signal und diese entspannen die glatte Atemmuskulatur und ein tiefes Durchatmen wird wieder möglich. Die Erkenntnisse der Kraft der Pflanzenstoffe kann ein Mehrwert in der Behandlung von Asthma, COPD und anderen Lungenstörungen sein. Denn die Bitterstoffe öffnen die Atemwege gründlicher als alle bekannten Medikamente, die bislang für die Behandlung von Asthma oder der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung eingesetzt werden. Mit diesem, alten Heilern bekannten Ansatz, aber in der heutigen Zeit neuen Erkenntnissen, könnten bisher verwendete Medikamente ersetzt oder in ihrer Wirkung unterstützt werden.

 

Wer ist Dr. Dorian Bevec

Von 1989-1990 war er Laborleiter am Institut für Immunpharmakologie bei Sandoz Research Institute , Wien, Österreich, und nach einem Jahr als wissenschaftliche Mitarbeiter am Besuch Memorial Sloan-Kettering Cancer Center , Laborleiter, Abteilung für Anti-retrovirale Therapie bei Sandoz . Im Jahr 1996 wurde er Leiter der Molekularbiologie - Gruppe gibt. Im Jahr 1997 erhielt er den Dr. habil. in der menschlichen Virologie an der Universität Wien. Danach trat er in Novartis Research Institute als Programmteamleiter, Institut für Immunologie, und im Jahr 1999 wurde Gruppenleiter und Vice President, Research & Head of Platform Technologies bei Axxima Pharmaceuticals AG , Martinsried, Deutschland; 2001 war er Mitbegründer der mondobiotech Group, Stans , Schweiz , wo er die Position des Chief Scientific Officer nahm.

Kurzübersicht

  • 1983 M.Sc. in biology, Justus-Liebig-University, Giessen, Germany
  • 1984 Visiting Scientist at the Basel Institute for Immunology, Lab. Michael Steinmetz, Basel, Switzerland
  • 1983–1985 Scientist at the Institute of Virology, Justus-Liebig-University, Giessen, Germany
  • 1988–1989 Post-doctoral Research Fellow at Sandoz Research Institute, Vienna, Austria
  • 1989 Ph.D. in biology, Ludwig Maximilians-University, Munich, Germany